Infothek

 Freiwerdende Parzellen in unserer Kleingartenanlage " Gemuetliches Heim " werden ausschließlich nur

vom Bezirksverband der Gartenfreunde Berlin-Treptow e.V vergeben.

Kontaktdaten : Friedrich-List-Str.2B  -  12487 Berlin

                      030 53014941

                      mail@gartenfreunde-treptow.de

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Pflanzer-Verein Gemütliches Heim e.V.

Chronik

1919      Der Pflanzer-Verein „Gemütliches Heim“ , gelegen im Süden von Berlin, in der damaligen Gemarkung Rudow, wurde am     1. April 1919 gegründet. Das Gelände zwischen dem damaligen Wasserwerk und der Johannisthaler Chaussee wurde von der Baumschule Späth aufgeschlossen und zur Parzellierung von Kleingärten freigegeben. Es waren überwiegend sogenannte „kleine Leute“ aus den Arbeitervierteln der Stadt, die dem tristen Umfeld der Mietkasernen entfliehen wollten, um sich im Grünen zu erholen. Mittelpunkt des geselligen Lebens war das von den Gartenfreunden in gemeinsamer Arbeit errichtete Vereinshaus auf dem Vereinsplatz. Es bestand aus einem kleinen Saal und dem Schankraum, wo an den Wochenenden Flaschenbier und Limonade verkauft wurde.

Ende der zwanziger, Anfang der dreißiger Jahre waren viele Gartenfreunde, bedingt durch die hohe Arbeitslosigkeit gezwungen ihr Gartenhäuschen als ständigen Wohnsitz zu nutzen, da sie nicht mehr in der Lage waren das Geld für die Wohnungsmiete aufzubringen.

 

1929      Die Charlottenburger Wasserwerkte AG beansprucht zwecks Erweiterung ihres Betriebsgeländes einen Teil des Kleingartengeländes. Es mussten 30 Kleingärten geräumt werden. Schon zu dieser Zeit zeigte sich ein großes Zusammengehörigkeitsgefühl der Gartenfreunde. Es gelang durch Teilung von Parzellen auf dem verbliebenen Gelände die von der Räumung Betroffenen unterzubringen.

 

1933      Die Schatten der Nazizeit senkten sich auch über die Kleingartenanlage. Die Vorstände  der eigenständigen Vereine wurden aufgelöst und zum sogenannten Block 19 mit einem Hauptvorstand zusammengefasst.

 

1942      Auf dem Vereinsplatz wurden „Splittergräben“ zum Schutz vor Luftangriffen errichtet. Durch Luftangriffe gab es auf dem gesamten Kleingartenkomplex  Block 19 erhebliche Schäden, verursacht von sogenannten Luftminen und Brandbomben, zwei Lauben wurden völlig vernichtet. Viele Kleingärtner, die  durch Bombenangriffe ihre Wohnungen verloren hatten,  nutzten nun ihre Gartenlaube als Wohnsitz.

 

1944      Das Vereinsheim wurde für die Unterbringung einer Volkssturmeinheit beschlagnahmt. Diese Einheit wurde für den bau von Lauf- und Schützengräben in der gegenüber gelegenen „Königsheide „ eingesetzt.

 

1945      Am 24. April rückte die Rote Armee in Johannisthal ein. Durch ihren schnellen Vormarsch kam es hier jedoch zu keinerlei Kampfhandlungen.

Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges waren alle Voraussetzungen für einen Neuanfang gegeben. Das Gemeinschaftsleben stabilisierte sich rasch. Erste Pläne zur Verbesserung der Gemeinschaftsanlagen konnten gemacht werden, die jedoch größtenteils an den Kosten  und Materialmängeln scheiterten und zurückgestellt werden mussten.

 

1954      Es wurde mit dem Bau eines neuen Spartenheims begonnen.  Der Saaltrakt erhielt eine Bühne. Toiletten, Sitzungszimmer, Gaststube und Vorratsräume werden errichtet.

In den Folgejahren werden weitere Pläne in Eigenleistung realisiert:

Verlegung von Gehwegplatten auf dem Ostweg,  Errichtung eines Musikpavillons auf dem Vereinsplatz, Verlegung einer neuen Wasserleitung, Einbau einer Zentralheizungsanlage im Vereinshaus, Errichtung einer Wegebeleuchtung, Bau eines Wirtschaftsgebäudes  und vieles mehr.

All diese Leistungen führten 1988 zum Titel „Staatlich anerkanntes Naherholungsgebiet“.

Nach dem Fall der Mauer wurde Ende 1990 der VKSK aufgelöst. Die Mitgliederversammlung unserer Kleingartenanlage beschloss die Gründung  eines eigenständigen Vereins (e.V.).